Sonntag, 22. April 2012

SK Slavia Praha - 1. FC Slovacko 0:1

Synot Tip Arena, 4.266 Zuschauer


Das "Eden" des "ewigen Zweiten" der tschechischen Liga, Slavia Prag, ist anders als viele moderne Fußballtempel, die nur ein Einkaufszentrum mit angebauten Tribünen sind, ein eigenständiger Bau, der jedoch ein Mega-EKZ direkt angeschlossen hat. Der Außeneindruck der "Synot Tip Arena" ist jedenfalls sehr gut, auch wenn die fast komplett verbaute Fassade etwas das Stadionfeeling nimmt. Der Eintrittspreis zeigt gleich einmal, dass es sich hier um einen Traditionsverein handelt, lege ich doch für das Spiel die Summe aus den beiden vorangegangenen Matches hin. Mit umgerechnet 10 Euro ist das Ticket aber freilich noch immer sehr günstig, vor allem wenn man beachtet, dass ich, um nicht direkt in der Fankurve zu sitzen, einen Platz auf der Haupttribüne nehme.

Samstag, 21. April 2012

1. FK Pribram - Dynamo Ceske Budejovice 1:2

startip arena, 3.876 Zuschauer


Pribram ist ein idyllisches Bergbaustädchen rund 60 km südwestlich von Prag. Prägend in der "Skyline" ist die Kirche, auf einem kleinen Hügel gelegen, und das Kloster, das sich ein bisschen weiter weg von dieser befindet. In der Stadt überwiegen einerseits die kleinen Bergmannshäuschen, andererseits die Sozialbauten, die sehr stark an die Wiener Gemeindebauten erinnern. Zudem gibt es ein Bergbaumuseum, das die Geschichte der Stadt hochhält, aber am Tag meines Besuchs allem Anschein nach geschlossen ist.

Freitag, 20. April 2012

FK Dukla Praha - FC Banik Ostrava 4:1

Stadion Juliska, 2.497 Zuschauer


Dukla ist gleich aus mehreren Gründen interessant, der erste liegt dabei in der Geschichte: Rein juristisch ist der heutige Verein nämlich nicht mehr mit dem ehemaligen CSSR-Regimeklub und vielfachem Meister ident. 1997 wurde der ehemalige Armeeverein nach finanziellen Problemen aufgelöst und nach Pribram verlegt, das ja zufällig auch morgen die zweite Station meines Trips ist. 2001 gründete sich Dukla durch eine Fusion aber wieder neu und stieg bald auch wieder in die erste Liga auf. So gibt es derzeit dort schrägerweise nun zwei Klubs, die sich auf dieselbe Geschichte und Erfolge berufen.

Samstag, 31. März 2012

FK DAC 1904 Dunajska Streda - Dukla Banska Bystrica 1:2

Mestsky-Stadion, 942 Zuschauer


Der erste Ausflug in die Slowakei bringt gleich zwei Comebacks: Erstens ist es für mich eine Art Wiederkehr an den Monatsbeginn, weil Dunajska Streda die wichtigste Stadt der ungarischen Minderheit in der Slowakei ist und dies auch überall – nicht zuletzt an der durchgängig zweisprachigen Beschilderung – zu merken ist. Und zweitens auch für den Trainer der Gastgeber, dort hat nämlich wenige Tage vor dem bereits überlegten Trip mit Werner Lorant jener Mann angeheuert, der bereits 2008-2009 den derzeitigen Tabellenletzten der ersten Liga betreut hat (mehr zu Lorant gibt es auch hier).

Sonntag, 4. März 2012

Kecskemeti TE - Diosgyör VTK 1:0

Szektoi-Stadion, 4.000 Zuschauer


Nach den doch etwas aufwühlenden Ereignissen des Vorabends ist der Ausflug in die ungarische Provinz gerade das Richtige, um etwas die Seele baumeln zu lassen. Kecskemet liegt rund 100 Kilometer südöstlich der Hauptstadt, ist ein nettes, liebliches Städtchen und besitzt etwas, dass mein Herz ein bissl höher schlagen lässt: Einen Fußballverein, der 1911 gegründet wurde UND violett als Farben besitzt. TE hat als bisher größten Erfolg den Cupsieg 2011 vorzuweisen, spielt aber erst seit 2008 in der höchsten Liga.

Samstag, 3. März 2012

Ferencvaros - Debreceni VSV 1:2

Albert-Florian-Stadion, 9.300 Zuschauer


Die Kurzversion dieses Spiels lautet: Ich bin jetzt (nicht gerade stolzer) Besitzer einer „Fradi“-Live-Karte. Die längere Version beginnt ca. 75 Minuten vor dem Spiel, die ich aufgrund der extrem kurzen Anreise von nur drei Bim-Stationen voller Frohgemut vor dem Stadion lande, wo sich auch schon verdammt viel tut.

MTK Budapest - Videoton FC II 1:1

Hidegkuti-Stadion, 500 Zuschauer


Da ich bereits sehr früh in Budapest ankomme und das Match erst um 14.30 Uhr beginnt, nutze ich die Zeit nicht etwa zum Kartenbesorgen für das am selben Abend stattfindende Match von Ferencvaros sondern zum Sightseeing - was sich später als folgenschwerer Fehler herausstellen sollte. Auch das Sightseeing ist wohl als solches eher schwer zu bezeichnen, erstreckt es sich doch erstens rund um das Hidegkuti-Stadion von MTK und die Bim-Linie 1, die wohl als Stadion-Linie in die Budapest-Führer eingehen sollte.