Samstag, 3. Mai 2014

Viktoria Köln - Fortuna Köln 1:1

Sportpark Höhenberg, 3.400 Zuschauer


Das Meisterwochenende beginnt also in der Regionalliga West: Nach einer Fußballesung am Freitag und dem ein oder anderen ersten Kölsch rund um diese, wird zur endgültigen Einstimmung im "Sportpark Höhenberg" das kleine Kölner Derby besucht. Für Fortuna als Spitzenreiter geht es noch um den Aufstieg in die dritte Liga, auch wenn der Abstand auf den Tabellenzweiten schon sehr solide ist. Viktoria ist zwar in der Meisterschaft auch ganz gut unterwegs, hat aber schon zu viel Rückstand, um noch in das Aufstiegsrennen einzugreifen.

Sonntag, 20. April 2014

Dunaharaszti MTK - Rakosmente KSK 0:0

Dunaharaszti-Stadion, 150-200 Zuschauer


Dunaharaszti grenzt an einen der südlichen Bezirke Budapests und ist mit einer der Vorortelinien ganz gut erreichbar. Die Sehenswürdigkeiten halten sich stark in Grenzen, sieht man mal vom ganz schmucken Hauptplatz mit Post, Cafe, angrenzender Schule und dm-Markt ab. Gleich dahinter liegt ein Park mit Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs und den 1956er-Aufstand. Etwas erstaunt reagiert eine der Kellnerinnen des Cafes, als wir fragen, wie man von hier am besten zum Stadion kommt. Noch mehr verwundert wirkt sie nur, als sie merkt, dass wir das örtliche von Dunaharaszti MTK meinen, und nicht etwa eines der großen Budapester Vereine.

Samstag, 19. April 2014

Ujpest FC - Videoton FC 1:2

Szusza Ferenc Stadion, 2.194 Zuschauer


Nach einer ausgiebigen Besichtigung der Budapester Sehenswürdigkeiten am Freitag und Samstag (darunter auch das riesige Mural zu Ehren des historischen 6:3-Siegs der ungarischen Nationalteam über England in London 1953, das sich im ehemaligen jüdischen Viertel befindet) geht es am Samstagabend gemeinsam mit Hannes, einem Freund aus der Heimat, in den Norden der Stadt, zum ersten Spiel des Wochenendes. Von der U-Bahn-Station noch etwa 20 Minuten Fußweg entfernt, liegt das Szusza Ferenc Stadion mitten in einem Wohngebiet und dadurch nicht gerade leicht erkennbar. Aus Sicherheitsgründen werden wir noch einmal um den ganzen Block geschickt, um unsere Karten in einer kleinen Seitengasse erstehen zu können. Da die Ansteherei doch etwas länger dauerte ist auch nichts mehr mit Stadionumrundung, die aber ohnehin sehr schwer geworden wäre, weil hier entweder alles abgesperrt oder schlicht verbaut ist.

Sonntag, 23. März 2014

Chemnitzer FC - Hallescher FC 1:1

Stadion an der Gellertstraße, 6.085 Zuschauer


Die "Bullen" repräsentieren hier ganz klar die Gastgeber, geht das derzeitige CFC-Stadion doch auf den hiesigen Polizeisportverein zurück, und offenbar wurden zur Feier des Tages jede Menge Freunde aus ganz Sachsen zu dem Spiel geladen. Genauso wie beim Match HFC - Rostock vor einem Jahr sind Unmengen von Polizisten bereits am Bahnhof und über die gesamte Stadt verteilt bei diesem "Ost-Klassiker" anwesend - Stimmungsmässig echt ein Wahnsinn. Das ehemalige Karl-Marx-Stadt gleicht einer Festung.

Samstag, 22. März 2014

VfL Wolfsburg - FC Augsburg 1:1

Volkswagen-Arena, 25.645 Zuschauer


"Eine Stadt, sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Auto zu treiben und ewig zu binden", so lässt sich Wolfsburg wohl am besten kurz und bündig zusammenfassen. Erst 1938 errichtet für einen einzigen Zweck, nämlich der VW-Produktion. Dementsprechend dominant im Stadtbild sind die vier riesigen Schornsteine des Werks, um das herum sich mittlerweile die "Autostadt" befindet, mit Salons zu allen VW-Marken und dem "Erlebnis Abholung". Hört sich ganz nach einem feuchten Mateschitz-Traum an und ist es wohl auch.

Freitag, 21. März 2014

1. FC Lok Leipzig - VfB Germania Halberstadt 1:1

Bruno-Plache-Stadion, 2.262 Zuschauer


Gestern ist also der einzige erwähnenswerte Höhepunkt der diesjährigen Europacupsaison der Salzburger passiert: Das Ausscheiden. Zur überschwenglichen Feier ebendieses Ereignisses mache ich mich noch in der Nacht auf, um ins Zentrum des nächsten Bullen-Großprojektes zu reisen. Ausgesucht haben sie sich dafür das "neue Berlin", das seinem Spitznamen in jeder Hinsicht durchaus alle Ehre macht. Nach einem Besuch des Zeitgeschichtlichen Forums mit DDR-Dauerausstellung und ausgiebigem Stadtrundgang nähere ich mich langsam aber sicher dem eigentlichen Objekt meiner Begierde. Eine ganz kleine Dosis RB-Trauerwasser hab ich natürlich auf dem Weg dorthin in den "See der tausend Tränen" vor dem imposanten Völkerschlachtsdenkmal vergossen.

Sonntag, 9. März 2014

Lille OSC - Montpellier HSC 2:0

Stade Pierre Mauroy, 40.000 Zuschauer


Der Sprung über die Grenze macht schlimmste Befürchtungen wahr: Kaum aus dem Zug gefallen und die (man muss wohl ein "einst" anfügen) wunderschöne Innenstadt erobert, sticht sofort der fatale Fehler in die Augen: Diese Lille-aner haben doch in ihrer maßlosen Verblendung eine - und ich bitte die unnötig entstandene Aufregung sofort zu entschuldigen -, eine B E G E G N U N G S Z O N E in das Zentrum gepflanzt. Die Autos fast vollständig verbannt, sind diese armen Geschöpfe der Natur dazu verdammt mit 30 km/h durch die Gassen zu kriechen. Wo die armen Pendler parken, die dann so wie ich einen gepflegten Cappucino um wohlfeile 5,30 im "Le President" zu sich nehmen, konnte ich mir beim besten Willen nicht zusammenreimen - eine Schande. Das heruntergewirtschaftete Cafe war auch knapp vorm Schließen, fürchte ich. Den absurd verschwendeten Platz für Fußgänger hab ich aus Protest selbstverständlich nicht genutzt, meine Hinweise auf eine mögliche Abstimmung über einen sofortigen Rückbau dieses Wahnsinns stießen aber auf taube Ohren - was jedoch auch an meinen mangelnden Französischkenntnissen gelegen haben könnte. Wie aus einer an sich gar nicht so schlechten Idee wieder mal ein Albtraum für unsere besten Freunde auf vier Rädern (die armen Behinderten mit nur zwei, teils gar drei Rädern nicht vergessend) wird, sendet hier jedenfalls einen klaren Hilferuf an die Welt.