Europa und die Welt sind nicht mehr sicher - zumindest nicht vor mir... Überall, wo vier Pfosten ein Stück grünen Rasen eingrenzen, werde auch ich über kurz oder lang sein.
Samstag, 8. März 2014
Cercle Brugge - KAA Gent 1:4
Sonntag, 23. Februar 2014
1. FC Kaiserslautern - VfR Aalen 1:2
Fritz-Walter-Stadion, 25.430 Zuschauer
Endgültig in der Provinz angekommen: Von Karlsruhe aus
führt mich mein Weg direkt durch eine idyllische Weingegend in das "Herz
der Pfalz", also Kaiserslautern. Die deutsche Hochsprache ist hier zwar
noch nicht angekommen, dafür aber jede Menge Amis. Auch durch den
Luftwaffenstützpunkt Ramstein ist der Großraum Kaiserslautern die größte
US-amerikanische Siedlung außerhalb der USA (mit ca. 50.000 Menschen),
in vielen Lokalen kann man sogar in Dollar zahlen. Für mich ist aber was
anderes wichtig hier, und das sieht man bereits bei der Einfahrt in den
Hauptbahnhof. Das Fritz-Walter-Stadion ist einer der ganz großen
Fußballtempel unserer Zeit. Auf dem teils steil abfallenden Betzenberg
trohnend sieht man die WM-Arena von 2006 schon von Weitem - echt ein
verdammt geiles Stadion.
Samstag, 22. Februar 2014
Karlsruher SC - SV Sandhausen 2:1
Wildparkstadion, 13.322 Zuschauer
Der erst 1715 als Markgräfliche Residenz gegründeten Stadt
sieht man auch heute noch an, dass sie damals auf dem Reißbrett geplant
worden war. So gehen vom zentralen Schloss die Straßen
sonnenstrahlenförmig aus. Überall auf Karlsruhe verteilt sind zudem
Prunkbauten der jeweiligen Monarchen und Herrscher. Aus österreichischer
Sicht ist die Stadt vor allem aufgrund des letzten großen
Europacup-Highlights der Salzburger Austria bekannt: In der Saison 93/94
gelang den Violetten hier der Aufstieg in das Finale des UEFA-Cups.
Freitag, 21. Februar 2014
DSC Arminia Bielefeld - FC Ingolstadt 04 0:2
Schüco Arena, 12.200 Zuschauer
Bielefeld - laut einer deutschen Internet-Verschwörungstheorie
gar nicht existent - ist zumindest von der Bildfläche der Bundesliga
schon seit Längerem verschwunden. Derzeit kämpft der schwarz-weiß-blaue
Deutsche Sportclub in der zweiten Liga gegen den Abstieg und dient mir
als Auftakt zu einem Fußballwochenende bei unseren Nachbarn. Die Stadt
selbst ist durch den Leinenhandel im Mittelalter zuerst reich und mit
der Konkurrenz durch die industrielle Revolution dann wieder arm
geworden. Mittlerweile konzentriert sich das größtenteils unauffällige
Städtchen vor allem auf Lebensmittelproduktion (etwa Dr. Oetker). Im
Stadtzentrum ist vielleicht noch folgendes erwähnenswert: Das alte
Rathaus ist mittlerweile das Stadttheater, das neue Rathaus mittlerweile
das alte Rathaus und das ganz im St. Pöltner Landesregierungsstil
errichtete neue Rathaus steht ganz wo anders.
Sonntag, 9. Februar 2014
VfB Stuttgart II - Stuttgarter Kickers 0:1
Gazi-Stadion auf der Waldau, 3.900 Zuschauer
Das Gazi-Stadion auf der Waldau (früher schlicht
Waldau-Stadion) ist mit 500 Metern über dem Meeresspiegel eines der
höchstgelegenen Deutschlands. Seit 1905 tragen die 1899 gegründeten
Kickers hier ihre Heimspiele aus, auch wenn für die beiden
Bundesligajahre (88/89 und 91/92) ins Neckarstadion ausgewichen wurden,
tragen somit die Blau-Weißen die Spiele am längsten am selben Platz aus.
Samstag, 8. Februar 2014
SSV Jahn Regensburg - Borussia Dortmund II 2:1
Jahnstadion, 3.600 Zuschauer
Eineinhalb Jahre bevor das neue Stadion von Jahn eröffnet
wird, nütze ich die Chance, das altehrwürdige Jahnstadion zu Regensburg
noch zu besichtigen. Die ehemalige Reichstagsstadt wurde im Zweiten
Weltkrieg fast nicht beschädigt, daher findet sich in der Altstadt noch
viel historische Bausubstanz, inklusive der "Judensau" am Dom (einem
antisemitischen Marker zum ehemaligen jüdischen Ghetto auf einem der
Pfeiler).
Samstag, 23. November 2013
1. FC Nürnberg - VfL Wolfsburg 1:1
Grundig-Stadion, 35.678 Zuschauer
"Ich bin schon 60 und trotzdem gut drauf", sagt der alte Knacker in der S-Bahn zum Stadion, als er sich ganz dezent einer jungen Familie aufdrängt. "Nur wenn der Club heut wieder verliert, dann ist's Scheiße." Und damit sind die Themen für die kurze Fahrt vom Hauptbahnhof zum Frankenstadion aka Grundig-Stadion (bzw., wie von den Fans gewünscht, Max-Morlock-Stadion) eigentlich auch schon alle schon aufgezählt. Mr. "Mir geht's gut" liest beim Jungvati in der "Bild" mit, was die so über den FCN schreiben, erzählt von seinen Nachkriegserlebnissen und vom letzten Meistertitel ("''68 Meister, '69 abgestiegen, Wahnsinn!"). Da Jungvati trotz Abo heute leider nicht ins Stadion geht, muss der 60-Jährige kurz später allerdings neue Gesprächspartner suchen.
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