Sonntag, 3. Februar 2013

FSV Frankfurt - FC Ingolstadt 0:2

Frankfurter Volksbank Stadion, 3.065 Zuschauer


Diesmal kein Schnee oder Regen, dafür aber Eiseskälte macht diesen Fußballnachmittag nicht gerade zum Honigschlecken. Das Stadion am Bornheimer Hang ("Frankfurter Volksbank Stadion") liegt im Osten der Stadt, inmitten vertäumter Schrebergärten und unweit der neuen Europäischen Zentralbank und ist ein ganz hübsches Kleinststadion für 12.500 Zuschauer, das aber an diesem Sonntag nicht einmal zu einem Viertel voll wird. 3.065 Fans (darunter rund 50 aus Ingolstadt) verlieren sich hier und sehen sich die Heimpleite der Schwarz-Blauen an.

Samstag, 2. Februar 2013

Kickers Offenbach - Alemannia Aachen 1:1

Sparda-Bank-Hessen-Stadion, 5.052 Zuschauer


Das Stadion am Bieberer Berg heißt auch "Sparda-Bank-Hessen-Stadion" und bietet mit der (laut Eigendefinition "bundesweit einzigen") Bankfiliale unter einer der Tribünen eine nachgerade sensationelle Spezialität. Der Baustil an sich ist - positiv ausgedrückt - ein Beweis der deutschen Stahlbetonkunst, böse Zungen würden wohl von faschistoidem Trotzbau sprechen.

Freitag, 1. Februar 2013

VfR Aalen - VfL Bochum 2:2

Scholz Arena, 5.200 Zuschauer


Keine Ahnung warum, aber dieser erste Freitag im Februar zieht neue Bekanntschaften offenbar förmlich an. Auf dem Weg vom Kleinstadtbahnhof zum Stadion - das by the way gar nicht sooo leicht zu finden ist - laufe ich zwei Bochumern über den Weg, wovon sich der männliche Part der beiden aber schnell lediglich als Aushilfs-BlauWeißer herausstellt. Er - ein Schwätzer vor dem Herren und damit das volle Gegenteil der sympathisch ruhigen Norddeutschen mit Hang zum VfL - ist eingefleischter Bayern- und Glasgow-Rangers-Fan, wie er im Stadion auch mit einer eigenen Blockfahne beweist.

Sonntag, 4. November 2012

VfL Bochum - FC Energie Cottbus 2:2

rewirpower-Stadion, 9.751 Zuschauer


Irgendwo im Pott findet ein Manga-Festival statt. Die S-Bahn ist voller schnatternder Teenies mit rosa, türkisen, violetten und silbernen Haaren, die sich über Korrektheit oder Unkorrektheit der jeweils anderen Verkleidung unterhalten ("Das gilt nur mit Glitzer!"). Ganz ohne Glitzer präsentiert sich - wie man ja schon aus dem entsprechenden Grönemeyer-Lied weiß - die Stadt Bochum. Ein unauffälliges Malocher-Städtchen halt.

Samstag, 3. November 2012

PSV Eindhoven - Heracles Almelo 4:0

Philips-Stadion, 32.000 Zuschauer


Noch vor dem Quartier sichere ich mir schon am Vormittag das Ticket für dieses Spiel, nachdem das Philips-Stadion sowohl vom Hotel als auch vom Bahnhof bequem in knapp fünf Minuten zu Fuß zu erreichen ist. Im Fall von PSV habe ich bezüglich ID Glück: Das Spiel gegen Heracles ist eines von nur sechs in der gesamten Saison, die keine Registrierung benötigen. Eindhoven bietet in seiner grenzenlosen Freundlichkeit aber auch bei allen anderen Matches Karten ganz ohne ID an und zeigt somit, warum die Niederländer über die Jahrhunderte Erfolg als Kaufleute hatten. "Silver" oder "Golden Package" heißt das Zauberwort, dass allen registrierungsunwilligen dennoch die Tore zum Stadion öffnet. Für ein Billigstticket um 25 Euro zahlt man dann stolze 51 bzw. 77 Euro (für Spitzenpartien freilich mehr), bekommt dafür aber Vouchers für Fanshop und Stadionimbiss dazu - das nenn ich ein gutes Geschäft!

Borussia Mönchengladbach - SC Freiburg 1:1

Borussia Park, 47.673 Zuschauer


Wahrscheinlich tue ich der Stadt Mönchengladbach völlig unrecht. Nachdem ich mein Quartier für diese Nacht bereits in Eindhoven bezogen habe, um auch noch das Spiel von PSV am Abend zu genießen, komme ich nur zum Match in diese sicherlich vor Kultur, Spaß und Sehenswürdigkeiten nur so strotzende Metropole. Aber gut, sie hätten mir halt vielleicht auch ein besseres Wetter als diesen Regentag bieten können.

Freitag, 2. November 2012

Roda JC Kerkrade - ADO Den Haag 0:0

Parkstad Limburg Stadion, 10.000 Zuschauer


Der erste Ausflug in den niederländischen Fußball ist leider nicht nur von positiven Gefühlen begleitet: In diesem Land ist der Sicherheitswahn ausgebrochen! Für fast alle Klubs der Eredivisie ergo ersten Liga benötigt man Klubkarten, um überhaupt mal Karten kaufen zu dürfen. Bei Roda kostet die sechs Euro, besorgt schon im Voraus, samt Übersendung der Passdaten und -bilder. Dafür darf ich jetzt aber auch fünf Jahre lang jedes Roda-Heimspiel besuchen - juhuuuu! Doch dabei ist Kerkrade sicher nicht der schlimmste Auswuchs der ID-sierung (siehe auch Eindhoven).