Sonntag, 16. September 2012

Atletico Madrid B - Zamora CF 2:2

Estadio Cerro del Espino, 1.000 Zuschauer


Da es sich von der Zeit gut anbietet, geb ich mir die Rojiblanca gleich mal im Doppelpack. Das Estadio Cerro del Espino (was so viel wie Weißdornberg, oder hier wohl eher -hügel, heißt) liegt im Trainingszentrum von Atletico in der Vorstadt Majadahonda. Die Häuser hier zeugen davon, dass sich der gehobene spanische Mittelstand offenbar lieber segregiert. Sämtliche Anlagen sind brutalst Videoüberwacht, die meisten sogar per eigenen Security-Mann geschützt.

Samstag, 15. September 2012

Getafe CF - FC Barcelona 1:4

Coliseum Alfonso Perez, 10.000 Zuschauer


Getafe ist ein Vorort von Madrid, über die Metro Sur allerdings gut zu erreichen. Rund ums Stadion bekommt man nicht unbedingt ein Großstadtfeeling. Kleine Reihenhäuser und andere höchstens dreistöckige Wohnbauten vermitteln eher Dorfcharakter. Das Coliseum Alfonso Perez mit seinen 17.000 Plätzen ist normalerweise nur im Derby gegen Real Madrid ausverkauft, beim letzten am ersten Spieltag der neuen Saison aber nicht mal das. Dies mag freilich auch an den hohen Eintrittspreisen liegen. 80 Euro presst man mir für meine "entrada" ab. Wenige Stunden vor Anpfiff dominieren die Barcelona-Fans das Straßenbild, nur selten sieht man Getafe-Anhänger.

Freitag, 14. September 2012

Real Madrid Castilla - C.E. Sabadell FC 2:3

Estadio Alfredo di Stefano, 2.560 Zuschauer


Die B-Mannschaft des "Weißen Balletts" spielt nördlich des Zentrums, beinahe schon am Flughafen Barajas, in Valdebebas. Mit dem Estadio Alfredo di Stefano verfügt RM Castilla über eine eigene Arena, die am Rand der Ciudad Deportiva, dem riesigen Trainingsgelände der Hauptstädter liegt. Mit 6.000 Sitzplätzen ist der Platz durch den Aufstieg der Junioren in die zweite Liga aber zumindest bei den Spitzenspielen bereits wieder zu klein, ein weiterer Ausbau ist geplant.

Sonntag, 12. August 2012

Videoton FC - Budapest Honved 0:1

Sostoi-Stadion, 3.500 Zuschauer


Nach - zumindest am Schluss - etwas entnervender fünfstündiger Zugfahrt komme ich mit einstündiger Verspätung in der etwa 60 Kilometer südwestlich von Budapest gelegenen Stadt an. Irgendwie scheint heut überhaupt nicht mein Tag zu sein: Gepäcksaufgabe geschlossen, WIFI-Cafe nicht offen, und die einzige englischsprachige Person des Bahnhofes versteht zwar, dass ich irgendwie zum Stadion will, kann mir aber nicht sagen, wie ich hinkomme und hat auch keinen Stadtplan in ihrem Shop. So folge ich meinem Gefühl und mache mich einfach mal auf den Weg.

Samstag, 11. August 2012

Diosgyöri VTK - Egri FC 1:0

VTK-Stadion, 6.000 Zuschauer


Diosgyör ist ein Vorort des sich über eine weite Fläche ausstreckenden Miskolc im Nordosten Ungarns, in der Nähe von Debrecen und fast schon an der ukrainischen und rumänischen Grenze. Großen Charme versprüht die Stadt nicht gerade, schon gar nicht Diosgyör, das sehr industriell geprägt ist. Das Stadion besteht aus einer mächtigen Haupttribüne, der eine etwas kleinere Sitzplatztribüne gegenübergestellt ist. Wie sooft in Ungarn sind nur diese beiden überdacht, die Kurven - reine Stehplätze - haben kein Dach, was an einem solchen Regentag nicht gerade angenehm ist.

Freitag, 10. August 2012

Györi ETO FC - Kaposvari Rakoczi FC 2:1

ETO Park, 2.000 Zuschauer


Györ ist eine echt coole Kleinstadt, mit barockem Stadtzentrum samt belebter Fußgängerzone und - für Österreich wohl eher unvorstellbar - ziemlich großer Olympia-Fanzone, die am Abend beim Handballspiel Schweden gegen Ungarn bis auf den letzten Platz gefüllt ist. Das Stadion des Vereins, der ETO Park, befindet sich etwas außerhalb und ist von außerhalb so etwas wie die Miniaturausgabe der Esprit-Arena in Düsseldorf. Die durchaus beeindruckenden, beinahe spiegelgleich errichteten beiden Haupttribünen sind nämlich vom Stadtzentrum kommend nicht zu sehen, weil der namensgebende Einkaufspark direkt davor steht. Ankommenserlebnis ist damit also gestrichen.

Donnerstag, 9. August 2012

AC Sparta Praha - FC Admira Wacker 2:2

Letna-Stadion, 8.732 Zuschauer


So eine Fanfahrt bietet immer wieder die skurrilsten Typen auf: Prinzipiell ist im Bus nach Prag zwar das Publikum bunt gemischt – vom vierjährigen Buben über ein paar Hardcore-Fans sowie einige Spielerfrauen bis zu den eingesessenen Admira-Oldies ist alles dabei -, „the bride of the bus“ aka der Alleinunterhalter kristallisiert sich aber bald nach der Grenze in einem hoffnungslos angetrunkenem jungen Typen heraus.